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Mittwoch, 1. Juli 2020

PRIESTER- CHARTA


Im nächsten Chevalier du Christ-Roi, der nach langer Wartezeit demnächst erscheinen wird, veröffentliche ich die Charta, die mehrere Priester der Fidelité Catholique als die ihre anerkannt haben. Diese Charta betrifft Sie direkt und ihre Bedeutung wird Ihnen nicht entgehen.
Bevor ich zum Text übergehe, möchte ich Ihnen zunächst berichten, wie er entstanden ist.
Mehrere Priester der Fidelité Catholique trafen sich im November letzten Jahres zu Priesterexerzitien. Bischof Williamson war nicht anwesend, hat sie aber sehr zu Diskussionen darüber ermuntert, wie sie den Erwartungen Gottes immer besser entsprechen könnten. Am dringlichsten erschien uns eine Charta, die daran erinnert, welche Stellung wir in der heiligen Kirche einnehmen, welche Bindungen wir haben, und von welchen Grundsätzen wir uns und unser Priesteramt leiten lassen. Ein jeder hat dazu beigetragen und jeder einzelne Abschnitt wurde allen zur Genehmigung vorgelegt. Dann wurde noch einmal die gesamte Charta besprochen und erhielt die rückhaltlose Zustimmung aller.
Sie ist weder neuartig noch außergewöhnlich und das ist einer ihrer Vorzüge, denn angesichts der schlimmen augenblicklichen Lage in der Kirche müssen wir uns unbedingt vor jeder Originalität, vor jeder persönlichen Geisteshaltung und vor allem hüten, was nicht völlig mit dem sensus ecclesiae, d. h. mit dem Denken der Kirche übereinstimmt.

Wir haben uns entschieden, uns mit der Veröffentlichung Zeit zu lassen. Nach Herrn Pater de Mérode, der sie als erster auf seiner Website veröffentlicht hat, veröffentliche ich sie nun in meinem Namen und im Namen jedes Mitgliedes der Gemeinde Notre-Dame du Christ-Roi. (Unsere Liebe Frau von Christ-König, Priorat v. Pater Pivert). Angesichts ihrer Bedeutung wird sie auf der Präsentationsseite meiner Website dauerhaft zugänglich sein.

Abbé Francois Pivert +



Charta der im November 2018 zu Exerzitien versammelten Priester



Angesichts der außergewöhnlichen Umstände unseres Priesteramtes wollen wir daran erinnern, welche Stellung wir in der heiligen Kirche einnehmen, welche Bindungen wir haben und von welchen Grundsätzen wir uns und unser Priesteramt leiten lassen.

Keine Definition der Kirche erschien uns in theologischer Hinsicht einfacher, klarer und prägnanter als die des Katechismus des hl. Pius X.: „Die katholische Kirche ist die Gesellschaft oder Versammlung aller Getauften, die sich auf Erden zum gleichen Glauben und Gesetz Jesu Christi bekennen, an den gleichen Sakramenten teilnehmen und den rechtmäßigen Hirten, vor allem dem römischen Papst, gehorchen.“ (Großer Katechismus, 9. Artikel, § 2, 1. Frage)

Diese Definition der Kirche beschreibt, wer die Gläubigen und wer die Hirten sind. So werden wir ihr treu bleiben:

1. HINSICHTLICH DER LEHRE


Das heilige Vermächtnis des Glaubens wurde angesichts der modernen Irrtümer vor allem durch den Syllabus, die Enzyklika Pascendi und den Antimodernisteneid geschützt und später von Erzbischof Lefebvre in Erinnerung gebracht und verteidigt, vor allem hinsichtlich der Lehre des Christkönig und der Wichtigkeit des Kreuzesopfers. Wir erneuern unseren Eid, diesem Vermächtnis treu zu bleiben, es zu verteidigen und zu verbreiten.


2. HINSICHTLICH DES GESETZES


Das überlieferte Kirchenrecht von 1917, Frucht und Synthese aus 2000 Jahren der rechtlichen und moralischen Überlieferung der Kirche, konnte durch das 1983 veröffentlichte modernistische vorgebliche Kirchenrecht, Frucht und Anwendung des II. Vatikanischen Konzils, nicht abgeschafft werden. Dieses Konzil hat Erzbischof Lefebvre als „die größte Katastrophe der Geschichte“ und das Kirchenrecht als „schlimmer als das Konzil“ verurteilt.
Daher muß das Kirchenrecht von 1917 die Norm sowohl für unser Leben als auch für unser Priesteramt sein und bleiben.
Wir weisen insbesondere auf die uns durch den Kanon 124 auferlegten Pflichten hin: „Die Kleriker müssen nach innen wie nach außen ein heiligeres Leben führen als die Laien und ihnen durch ihre Tugend und die Rechtschaffenheit ihrer Handlungen als Beispiel dienen“. Ferner verweisen wir auf die uns durch die nachfolgenden Kanones auferlegten Pflichten, nämlich: Inneres Gebet, Besuch beim Allerheiligsten Altarssakrament, Rosenkranzgebet, tägliche Gewissensprüfung und Breviergebet, häufige Beichte, Exerzitien, Ausübung des Priesteramtes, Studium der heiligen Lehre.
Wir stellen fest, daß die Kanones von 1983, die sich auf die Ehe beziehen, dem göttlichen Recht entgegenstehen und Ausdruck des Personalismus sowie Frucht des Modernismus sind. Wir werden weder jetzt noch jemals in Zukunft die Nichtigkeitserklärungen der Ehe anerkennen, die auf diesem Recht basieren und ebensowenig die Ehen, die eine Folge dieser Nichtigkeitserklärungen sind.
Es handelt sich dabei weder um eine Wahl noch um unseren eigenen Willen sondern um die Wahrheit, die für alle und jeden einzelnen verpflichtend ist.


3. HINSICHTLICH DER SAKRAMENTE


Wir stellen fest, welche Gnade uns Gott dadurch erwiesen hat, daß wir die Bruderschaft des hl. Pius X. verlassen mußten. Diese Trennung hat uns behütet und befreit.
Wir fordern die Gläubigen auf, das gleiche zu tun, vor allem, um sich und ihre Familien vor dem Liberalismus und der Ansteckung durch den Modernismus zu bewahren. Das war der von Erzbischof Lefebvre aufgestellte Grundsatz: man muß allem entfliehen, was den Glauben und das Glaubensleben verderben kann. Dadurch erfahren die Gläubigen, worin die wahre Freiheit der Kinder Gottes und die Kraft der Gnade besteht.
Wir fordern die Gläubigen auf, Gebetsgruppen und solche mit christlicher Lebensführung zu bilden, um sich gegenseitig in den Prüfungen beizustehen und das Leben der Kirche zu erhalten.
Wir fordern sie und ihre Kinder auf, nicht nur dem schädlichen Einfluß der Welt zu widerstehen sondern auch zu Aposteln unseres Herrn Jesus Christus zu werden.
Wir fordern sie auf, täglich den Rosenkranz, ja sogar den Psalter zu beten. Dadurch werden sie den Glauben bewahren und in Prüfung und Trennung den nötigen Mut haben. Auch werden dadurch Gebetsgruppen entstehen und sich weiterentwickeln und die Kinder zu Dienern des Christkönig werden.
Wir erneuern unsere Verpflichtung, vor allem diejenigen zu unterstützen, die dieses Programm des christlichen Lebens in die Tat umsetzen wollen, seien es Gläubige der ersten Stunde oder neu Hinzugekommene, Bekannte oder Unbekannte.


4. HINSICHTLICH DER HIRTEN


Wir betrachten Bischof Williamson als den würdigen Nachfolger von Erzbischof Lefebvres in der
Verteidigung des Glaubens und unterstellen uns, um nicht zu Waisen zu werden, der weisen
Führung dieses würdigen Vaters.


Sonntag, 1. März 2020

Rosenkranzzug der katholischen Treue

Das Anliegen März lautet :
"März: damit der hl. Josef, das Vorbild der Junggesellen, Väter und Unternehmer, uns dazu bringt, alles zu "ebnen" und zu glätten, was unsere irdische Pilgerfahrt behindert."

Samstag, 1. Februar 2020

Nummer DCLV (655)

Der Unverzichtbare Papst – I

Nummer DCLV (655)



Und wenn die zerstreuten Schafe auch noch so bitterlich weinen,
Können nur glaubenstreue Päpste diese armen Schafe einen.
Während ein Jahr nach dem anderen vergeht, ohne dass sich die absurde Situation der Kirche zu verbessern scheint, fragen sich immer wieder Katholiken, die der Tradition treu geblieben sind, warum sich nicht wenigstens die traditionalistischen Priester zusammentun und ihre Grabenkämpfe beenden können. Sie glauben alle an ein und dieselbe kirchliche Tradition; sie sind sich alle darüber einig, dass das Zweite Vatikanische Konzil für die Kirche ein Desaster war. Sie wissen alle, dass Streitigkeiten unter Priestern für die Anhänger der Tradition höchst unerbaulich und entmutigend sind. Warum können sie ihre Meinungsverschiedenheiten eigentlich nicht begraben und sich auf das konzentrieren, was sie alle vereint, nämlich was die Kirche lehrt und tut, und immer gelehrt und getan hat, nämlich Seelen zu retten? Auf diese Frage gibt es sehr wohl eine Antwort, und diese gilt es regelmässig in Erinnerung zu rufen, damit es den Katholiken leichter fällt, den Glauben zu bewahren.
Wenn man davon ausgeht, dass diese Krise der Kirche in der Kirchengeschichte nichts Normales ist, sondern einen integralen Bestandteil der einen und einzigen Ereigniskette bildet, die zum Ende der Welt führen wird, sind die beiden Wörter, die in diesen „Kommentaren“ am häufigsten verwendet werden, um die Struktur der Krise zu kennzeichnen, „Wahrheit“ und „Autorität.“ Der Ursprung dieser Krise ist sehr viel älter als Vatikan II und reicht weit in die Vergangenheit zurück, besonders in die Periode der von Luther (1483–1546) entfesselten „Reformation,“ doch während die katholische Kirche bis Vatikan II gegen das Einsickern des protestantischen Gifts kämpfte, gaben die höchsten katholischen Autoritäten, zwei Päpste und 2.000 Bischöfe, mit Vatikan II den Kampf auf und liessen das Gift in die Kirche eindringen. Aus diesem Grund sind die Konzilstexte zweideutig formuliert, denn einerseits musste der katholische Schein gewahrt werden, doch wenn man sich von diesem Schein nicht blenden lässt, bemerkt man andererseits ihre wahre Stossrichtung, den „Geist des Konzils,“ der Liberalismus und Modernismus – die Nachfolger des Protestantismus – absorbieren will und alle noch verbliebenen Reste des Katholizismus verdrängen wird, sobald ihm keine Hindernisse mehr im Wege stehen.
Dies heisst, dass die katholische Autorität beim Konzil die katholische Wahrheit im Grunde genommen fallen liess und eine Doktrin entwickelte, die besser zu den modernen Zeiten passt. Und da die katholische Autorität und die katholische Wahrheit von jenem Zeitpunkt an verschiedene Wege einschlugen, sahen sich die Katholiken, um Katholiken zu bleiben, nun vor eine furchtbare Wahl gestellt, vor der sie heute noch stehen: Entweder scharen sie sich um die kirchlichen Autoritäten, vom Papst bis hin zu den Prälaten der unteren Ränge, und werfen die katholische Doktrin über Bord, oder sie bleiben der Doktrin treu und kündigen der katholischen Autorität hierdurch die Gefolgschaft, oder sie entscheiden sich für einen der zahlreichen Kompromisse zwischen diesen beiden Polen. Auf jeden Fall sind die Schafe zerstreut; allerdings ist ihre eigene Schuld hieran kaum der Rede wert, wenn man sie mit der Schuld der zwei grossen und 2.000 kleinen Hirten vergleicht, welche dafür verantwortlich waren, dass die kirchliche Autorität die kirchliche Wahrheit beim Konzil verriet. In dieser Spaltung zwischen Wahrheit und Autorität liegt der Kern der heutigen, mittlerweile ein halbes Jahrhundert alten Krise.
Und da die Wahrheit für die eine wahre Religion des einen wahren Gottes von entscheidender Bedeutung und Seine eigene Autorität entscheidend wichtig für den Schutz dieser einen Wahrheit vor allen Auswirkungen der Erbsünde auf die Menschen ist, liegt die einzige mögliche Lösung der Krise, die dieser Schizophrenie und der Zerstreuung der Schafe ein Ende bereiten wird, in einer Rückkehr des grossen und der kleinen Hirten, des Papstes und der Bischöfe, zur katholischen Wahrheit. Hiervon kann im Moment gewiss nicht die Rede sein, weder in der Kirche noch in der Priesterbruderschaft St. Pius X., die – allem Anschein nach – immer noch bestrebt ist, sich der Autorität der Konzilsprälaten zu unterstellen. (Und Erzbischof Lefebvre? „Er ist tot,“ werden einige antworten!)
Deswegen gilt: Ehe der Allmächtige Gott – kein anderer kann das tun – den Papst, und dieser nach seiner Bekehrung seine Untergebenen zur Besinnung ruft („Und wenn du dann umkehrst, stärke deine Brüder“; Lukas XXII, 32), in anderen Worten, ehe der Papst die Bischöfe der Welt auf den rechten Pfad zurückführt, kann sich die Krise nur noch verschärfen – bis wir unsere Lektion gelernt haben und Gott sich unser erbarmt. Bis dann gilt das englische Sprichwort: „Was nicht geheilt werden kann, muss ertragen werden.“
Kyrie eleison.

Rosenkranzzug der katholischen Treue

Das Anliegen Februars lautet :

"Damit die Demut und der Gehorsam der Heiligen Familie uns formt."

Sonntag, 26. Januar 2020

Nummer DCLIV (654)

„…In Versuchung…“?

Nummer DCLIV (654)


Prüfe, erniedrige und strafe mich, oh Herr, ich will mich Deinem Willen fügen
Doch führt man in Versuchung mich, gib mir die Kraft, ihr nie und nimmer zu erliegen!
Ein Leser stellt eine klassische Frage zum Vaterunser, und zwar zu jener Stelle, wo es heisst: „Führe uns nicht in Versuchung.“ Versuchung bedeutet oft Sünde, Sünde ist immer übel . Aber wie kann der unendlich gute Gott uns einem Übel preisgeben? Wenn wir zu Ihm beten, dass Er dies nicht tun möge, bedeutet dies jedoch logischerweise, dass Er das in der Tat kann. Doch wie ist das möglich? „Führe uns nicht in Versuchung“ ist immerhin die wörtliche Übersetzung des griechischen Originaltextes „μη εισενεγκης ημ ας εις πειρασμον“ – und die Kirche lehrt, dass der griechische Originaltext von Gott Selbst inspiriert wurde. Wie kann Gott Selbst erklären, dass Er uns in Versuchung führen kann? Hier heisst es vier Wahrheiten klarstellen:
1 Erstens kann Gott physisches Übel wollen, wie beispielsweise eine Krankheit, um moralisch böse Menschen zu strafen, doch ist es für Gott absolut unmöglich, moralisches Übel zu wollen, denn bei diesem handelt es sich um eine Sünde, und Gott kann unter keinen Umständen sündigen, weil Er die Güte selbst ist, weil Er die Existenz selber ist. Wenn nämlich etwas überhaupt existiert, muss auch eine Erste Ursache existieren, und dieser ersten Ursache kann unmöglich von einer vorigen Ursache irgendwelche Grenzen gesetzt worden sein. Deshalb ist die erste Ursache, welche wir”Gott”nennen, grenzenlos, oder unendlich. Gott ist also Unendliche Existenz. Nun gilt: Wo Existenz ist, ist auch Güte, und umgekehrt; die beiden sind in der Tat austauschbar – etwas Böses ist bei einem Wesen stets die Abwesenheit von etwas, das eigentlich zu ihm gehört; beispielsweise ist Blindheit für einen Stein nichts Böses, wohl aber für ein Tier, das normalerweise sehen kann. Deswegen ist das Unendliche Wesen unendlich gut, oder die Unendliche Güte, welche ganz und gar unfähig ist, etwas moralisch Böses direkt zu wollen oder zu verursachen. Wenige Dinge sind absolut sicherer als das.
2 Zweitens kann Gott moralisches Übel erlauben, weil Er stets dafür sorgen kann und dies auch tut, dass daraus ein grösseres Gutes erwächst. Wir Menschen können keinesfalls immer erkennen, worin dieses grössere Gute besteht, doch spätestens beim Jüngsten Gericht werden wir alle, für jedes moralische Übel, welches Gott zugelassen haben wird, Seine überragende Weisheit klar ersehen. Hier ein nützlicher Vergleich: Wenn ich die untere Seite eines Webteppichs sehe, kann ich die Schönheit des Musters der oberen Seite dieses Teppichs nur erraten. Diese Schönheit existiert jedoch, und ohne sie würde ich auf der unteren Seite nichts sehen, was mich dazu befähigt, die von unten aus unsichtbare Schönheit zumindest zu erraten.
3 Einwand: Aber Gott handelt immer noch, wenn Er moralisches Übel erlaubt, beispielsweise die Versuchung zu sündigen. Beispielswese sagt die Bibel in mehreren Versen von Exodus VII-XIII, Gott habe Pharaos Herz „verhärtet,“ damit er gegen die Israeliten sündige. Antwort: Nein, wann immer Gott ein moralisches Übel erlaubt, begeht Er keine wirkliche Tat. Er verzichtet lediglich darauf, die Gnade oder Hilfe zu gewähren, mit welcher der Sünder nicht gesündigt hätte. Doch indem Er sich dafür entschied, Pharao die Erlaubnis zum Sündigen zu erteilen, führte er ihn tatsächlich in Versuchung und bewog ihn zur Sünde. Nein, denn die Heilige Schrift sagt: „Gott ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt“ (1. Korinther X, 13). Deswegen erhalten Sünder, die in Versuchung geführt werden, von Gott all die Gnade, die sie benötigen, um nicht zu sündigen, wenn sie nicht sündigen wollen. Es ist ihre eigene Schuld, wenn sie der Versuchung nachgeben.
4 Aber wann immer Sünder in Versuchung geraten, hat Gott dies vorausgesehen. Warum hat Er sie dann in Versuchung geführt, indem Er letztere zuliess und ihnen nicht die Gnade erwies, die sie brauchten, um ihr nicht zu erliegen?“ Im negativen Sinn, weil es stets der Fehler des Sünders allein ist, wenn er einer Versuchung erliegt. In positivem Sinn führt St. Ignatius in seinen Spirituellen Exerzitien drei Gründe an, warum Gott es zulassen kann, dass eine Seele in spirituelle Not gerät, und dieselben Gründe gelten auch für eine spirituelle Versuchung: Gott kann weisen Gebrauch von moralischer Versuchung machen, um uns zu bestrafen, um uns zu erproben oder um uns zu belehren. Er kann uns mit der nächsten Versuchung für die letzte Sünde bestrafen, die wir begangen haben. Ferner kann Er, indem Er uns durch eine Versuchung auf die Probe stellt, es uns ermöglichen, ein grosses Verdienst zu erwerben, indem wir Widerstand leisten und der Versuchung nicht erliegen. Padre Pio hat gesagt: „Wenn die Seelen nur wüssten, welche Verdienste sie erwerben können, indem sie der Versuchung widerstehen, würden sie recht eigentlich darum bitten, versucht zu werden.“ Und schliesslich kann Gott uns darüber belehren, wie vollständig wir auf Seine Hilfe angewiesen sind, indem Er uns einer Versuchung aussetzt, die uns vor Augen führt, wie klein und wie schwach wir ohne Seine Hilfe sind.
Fassen wir zusammen: Daraus, dass Er uns Sünder in Versuchung geraten lässt, kann Gott für uns so viel Gutes erwirken, dass wir nicht einmal darum zu bitten gezwungen sind, nicht versucht zu werden, doch müssen wir um die Gnade bitten, nicht zu straucheln, wenn wir versucht werden. Herr, lass das Feuer mich erwärmen, aber niemals verbrennen. Herr, gib, dass die Versuchung mir Verdienste einbringt, ich ihr jedoch nie erliege.
Kyrie eleison

Sonntag, 19. Januar 2020

Nummer DCLIII (653)

Professor Drexel – III

Nummer DCLIII (653)


“Bis dahin ruhig, Seele! Schnöde Taten
Birgt sie die Erd auch, müssen sich verraten.” (Hamlet I, 1)
Im dritten und letzten Auszug aus dem in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Österreich erschienenen, bewundernswerten Buch Professor Drexlers „Der Glaube ist mehr als Gehorsam‟, den wir in diesen Kommentaren wiedergeben, dürfen wir mit Fug und Recht annehmen, dass Unser Herr spricht, weil die Botschaft für sich selbst in jeder Hinsicht dem wahren Glauben entspricht und im Zusammenhang mit der Verwirrung, die sich nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) in der Kirche breitmachte, ein klares Zeichen dafür darstellt, dass die offizielle Kirche einen Irrweg eingeschlagen hat und auch heute, wo wir schon tief im 21. Jahrhundert stecken, weiterhin einschlägt. Für den katholischen Klerus ist die Botschaft eine klare Warnung: Wenn ihr darauf beharrt, den neuen, von Menschen vorgezeichneten Weg zu beschreiten und hierdurch Gottes wahre Religion aufzugeben, droht euch nach dem Tod eine furchterregende Verdammnis in der Hölle. Für die katholischen Laien ist das Buch eine nicht minder klare Ermutigung: Wenn ihr der wahren Kirche mit Glauben und Mut die Treue haltet, erwartet euch im Himmel reicher Lohn. Für Klerus und Laien zugleich ist die Botschaft im Jahre 2020 von höchster Aktualität.
MAI 1974.
Laßt euch nicht niederdrücken von den Wirren und den Irrlehren untreuer und abfallender Priester, denen der Leib und die Sinnenlust höher stehen als der Glaube und die Liebe zu Meiner Kirche und zu den unsterblichen Seelen. Alle wahrhaft Gläubigen mögen wissen, daß die inneren und äußeren Feinde der Kirche ihrem Untergang geweiht sind – unentrinnbar, wenn sie nicht in ihrem Inneren reuig zur Einheit der Lehre zurückkehren!
Ich sage: es werden Priester aufstehen, die sich jetzt im Stillen, im Verborgenen, für die Zukunft heranbilden und zur Zeit, ja schon bald, im apostolischen Geist und auf den Spuren der Heiligen für die von Mir gewollte Ordnung und Einheit Meiner, der Katholischen Kirche, eintreten in heiliger Ehrfurcht vor dem Geheimnis und Wunder der heiligen Eucharistie. (Dies ist sicherlich eine Prophezeiung der jungen Priester der Tradition, die 1976 in kleiner, aber nicht unbedeutender Zahl auftreten sollten.)
JULI 1975.
Meine Kirche lebt inmitten eines Abfalls und der Zerstörung. Sie lebt in ungezählten Gläubigen und Getreuen. In der Geschichte dieser Meiner Kirche hat es immer wieder zufolge schlechter Priester und lauer Hirten Zeiten des Niederganges, des Abfalls und der Verwüstung gegeben. Doch der Geist Gottes ist stärker und er hat über den Trümmern und Gräbern der Untreue und des Verrates die kleingewordene Kirche sich erheben und neu erblühen lassen. Das Werk von Ecône Meines Dieners Marcel geht nicht unter! (Der hier erwähnte „Marcel‟ ist selbstverständlich Erzbischof Lefebvre, der im Jahre 1970 das traditionalistische Seminar von Ecône gegründet hatte.)
MÄRZ 1976.
Mein getreuer Sohn Marcel, der für den Glauben viel zu leiden hat, schlägt den richtigen Weg ein. Er ist wie ein Licht und ein Pfeiler der Wahrheit, die viele Meiner geweihten Priester verraten. Der Glaube ist mehr als Gehorsam. Deshalb ist es Mein Wille, dass das Werk der theologischen Ausbildung der Priester im Geist und Willen Meines Sohnes Marcel weitergeführt werde, zur Rettung und grossen Hilfe meiner einzigen und wahren Kirche. (Wer Ohren hat zu hören, erkennt hier die klarste Unterstützung der Bewegung der katholischen Tradition.)
DEZEMBER 1976.
Jene aber, die sich auf das Priestertum vorbereiten an den bischöflichen Seminarien, treten ohne den ganzen und tiefen und warmen Glauben an die heilige Wandlung in das Priestertum ein, und nicht wenige der Priestertumskandidaten liebäugeln mit dem Gedanken, einmal eine Ehe schließen zu können. Darum ist die Zeit nicht mehr ferne, in der an vielen Orten das Volk ohne Priester sein wird.
Jene Priester aber, die im sakramentalen Opfer noch wahrhaft das Heiligste sehen und in heiliger Gesinnung das Geheimnis Meines Fleisches und Blutes vollziehen, wie Mein würdiger Diener Marcel, werden verfolgt, verachtet und geächtet.
Kyrie eleison.

Sonntag, 12. Januar 2020

Nummer DCLII (652)

Professor Drexel – II

Nummer DCLII (652)


Je brennender hier auf Erden unsere Leiden
Desto herrlicher im Jenseits unsere Freuden!
Wie für viele andere vorgebliche Botschaften vom Himmel gilt auch in diesem Fall: Wenn jemand behauptete, der Kern der Professor Drexel von 1970 bis 1977 übermittelten Botschaften stehe bereits im Neuen Testament, nämlich „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden“ (Matthäus V, 11–12), so hätte er vollkommen recht. Würde er jedoch hinzufügen, solche Botschaften seien nicht nötig, weil sie ja bereits im Evangelium stünden, so wäre dies ein schwerwiegender Irrtum. In den siebziger Jahren begann die moralische Folter vieler guter Katholiken, die von den Priestern von Vatikan II zwischen ihrem katholischen Glauben und ihrem katholischen Gehorsam hin- und hergerissen wurden. Deshalb musste Unser Herr Seelen wie Prof. Drexler immer wieder verkünden, dass es Seine eigenen Priester war, die Ihn verraten hatten.
In der Tat: Die Katholiken, die 400 Jahre lang durch ihren Gehorsam gegenüber dem glaubenstreuen Konzil von Trent (1545–1563) gerettet worden waren, konnten anfangs einfach nicht begreifen, dass derselbe Gehorsam dem vom Glauben abgefallenen Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) nicht mehr gebührte. Nun, wo das Jahr 2020 angebrochen ist, hat Erzbischof Lefebvres Treue gegenüber dem unveränderlichen vorkonziliären Glauben und der traditionellen Messe ausreichend Zeit gehabt, um die Tradition in der gesamten Kirche einigermassen wiederherzustellen, auch wenn dieser Kampf noch längst nicht zu Ende ist. Aber im Jahre 1970 war es – ausser für sehr wenige Seelen – schlicht und einfach unbegreiflich, dass der katholische Papst sowie viele seiner Bischöfe und Priester auf die Zerstörung der Kirche hinarbeiten würden. Darum die Notwendigkeit von Botschaften wie jener vom 3. Juli 1970, die Unser Herr Professor Drexel (nach dessen glaubwürdigen Angaben) zukommen liess:
„Seid also guten Mutes und lasst euch nicht entmutigen von der Unruhe und der versuchten Zerstörung Meiner Kirche, noch von der Untergrabung der Ordnung der Welt. Wohl sind Satan und alle dämonischen Mächte am Werk wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit und der Kirche! Aber ist nicht durch das Eingreifen Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes ein Werk entstanden, das mehr als jedes andere Werk die Engel, die übernatürlichen Mächte und die guten Geister auf den Plan ruft! Dieses Werk ist göttlichen Ursprungs! Alle Getreuen Meiner Kirche mögen in Ruhe und Festigkeit in die Zukunft schauen und in die Zukunft gehen. Satan wird wüten, und seine grössten Helfer sind die innerlich und äusserlich vom Glauben und ihrer Weihe abgefallenen Priester.
Doch Maria, die Unbefleckt Empfangene, die nie von Sünde berührt wurde, wird siegen. Mag auch die Schar derer, die standhaft sind und Mir, Meinem Kreuz und dem Geheimnis Meiner Gegenwart in Leib und Blut die Treue und die Liebe bewahren, kleiner werden: der Glaube und das Gebet, das Bekenntnis und die Hoffnung, die Liebe in Wahrheit, werden am Ende triumphieren. Die Stürme mögen toben! In der sichtbaren Natur können Felsen bersten und Dämme brechen – GOTT IST GRÖSSER; DIE WAHRHEIT IST STÄRKER; DIE GNADE IST REICHER; DARUM WIRD DER FELS, DEN ICH GEGRÜNDET HABE, BIS AM ENDE BESTEHEN.
Denselben Geist atmen die Worte der Botschaft vom 5. März 1971 an Professor Drexel:—
Nochmals sage Ich euch: Laßt euch nicht beirren durch die gegenwärtige Bedrohung Meiner Kirche von innen und außen! Von innen sind es die ihrer Berufung und der Gnade untreu gewordenen Diener Gottes ( . . . ) Es sind die Priester und die Theologen, wie sie sich nennen; Priester, die Mich verlassen, Mich verraten, Mich verfolgen. Ihre Zahl mehrt sich ( . . . ) Nie, seitdem Ich sichtbar unter den Menschen gewandelt bin, war die Not Meiner einen und wahren Kirche so groß wie in der Gegenwart, und diese Not wächst.
Doch verzaget nicht! Mag auch die Herde, von der Ich als der Göttliche Gute Hirte sprach, klein werden: Die Kirche, die Ich gegründet und in Petrus mit einem Felsen verglichen habe, werden weder äußere, noch innere Feinde zu zerstören vermögen. Ihr aber und alle Seelen, die dir vom VATER geschenkt wurden, fahret fort im Schaffen für die Kirche, für den Glauben und für die Seelen! Die euch zu Helfern geworden sind, werden von ihrem Wohltun Segen ernten, einen Segen, mit dem nichts in der Welt in Vergleich kommt.
Kyrie eleison.

Montag, 6. Januar 2020

Rosenkranzzug der katholischen Treue

Rosenkranzzug der katholischen Treue.

Das Anliegen Januars lautet; "Damit wir, wenn wir die Krippe betrachten, unsere Handlungen mit ihr übereinstimmen."

Samstag, 4. Januar 2020

Nummer DCLI (651)

Professor Drexel – I

Nummer DCLI (651)


Gesegnet seien Seelen, die nicht zittern vor Gefahren
Und ihrem Glauben auch in grösster Not die Treue wahren.

Während die Krise der Kirche und der Welt von Jahr zu Jahr mit unverminderter Schärfe ihren Fortgang nimmt, mag es zu Beginn eines weiteren neuen Jahres angebracht sein, sich auf Botschaften unseres Herrn aus den frühen siebziger Jahren zurückzubesinnen. Damals begannen viele gute Katholiken zusehends unter der Verwirrung und dem Kummer zu leiden, in die die neue Religion, welche das 1965 zu Ende gegangene Zweite Vatikanische Konzil ihnen aufgenötigt hatte, sie gestürzt hatten. Zu diesen Opfern von Vatikan II zählte Pater Albert Drexel (1889–1977), ein angesehener Philologieprofessor aus dem österreichischen Voralberg und zugleich ein zutiefst gläubiger katholischer Priester, dem unser Herr seit 1922 am ersten Freitag jedes Monates mit einer Botschaft erschien, um seinen Glauben zu leiten.
Allerdings hielt Prof. Drexel die Botschaften erst ab 1970 schriftlich fest und sammelte sie bis zu seinem Tode, nach dem sie in einem noch heute erhältlichen kleinen Buch mit dem Titel „Der Glaube ist mehr als Gehorsam“ veröffentlicht wurden. Kein Katholik ist verpflichtet zu glauben, dass dies die Worte unseres Herrn selbst sind, aber die vom ersten Freitag jedes Jahres stammenden Botschaften aus den Jahren 1970–1977 sind für viele Schafe, die in ihnen die Stimme ihres Herrn und Meisters erkennen, für sich schon ein hinreichender Beweis für ihre Richtigkeit. Als Beispiel sei hier die Botschaft vom 5. März 1976 angeführt, in welcher der Satz „Der Glaube ist mehr als Gehorsam“ steht, nach dem Prof. Drexlers Buch benannt wurde. Gerade zu jenem Zeitpunkt erreichte seinen Gipfel der Streit zwischen dem Glauben an die wahre Kirche und dem Gehorsam gegenüber der falschen Kirche:—
„Dunkel erscheint dir die Zukunft. Dein innerstes Ringen um die wahre Erkenntnis und den Weg in der Verwirrung ist Mir nicht unbekannt geblieben. So will Ich dir Licht geben. Mein treuer Sohn Marcel (Erzbischof Marcel Lefebvre), der so sehr um des Glaubens willen leidet, befindet sich auf dem wahren Wege. Er ist ein Licht und eine Säule der Wahrheit, die von vielen Mir geweihten Priestern verraten wird. Der Glaube ist mehr als Gehorsam. Darum ist es Mein Wille, dass das Werk der Erziehung von Theologen zu Priestern im Geiste und nach dem Willen Meines Sohnes Marcel bestehen bleibt und zur Rettung Meiner einen und wahren Kirche eine starke Hilfe wird.
„Der Geist der Welt ist in die Kirche eingebrochen, und der Geist Gottes ist aus den Herzen vieler gewichen, die berufen waren, diesen Geist zu verkünden. Nun reden sie von anderen Dingen und verlieren sich in die Schliche und Schlingen Satans ( . . . ) Dieser Geist ist auch in die Orden und in die Klöster eingedrungen; denn ihre Bewohner, Mönche und Nonnen, haben den Geist ihres Gründers verloren und verlassen. Sie sind dem Volk und der Welt zum Ärgernis geworden. Sie haben nicht nur die Liebe zu Meiner heiligsten Mutter, sondern auch die Ehrfurcht vor Meiner Sakramentalen Gegenwart verloren. Stattdessen predigen Mönche von den Dingen der Welt und dem Wohlleben, und Ordensschwestern reden nimmermehr von den heiligen Engeln, viele auch nicht mehr von der heiligsten Jungfrau und Mutter Maria. Es gibt Orte der Stille und des Gebetes, besondere Heiligtümer, an denen Maria, Meine Mutter und Mutter der Gnade, verehrt wird.“
Vielleicht mutet diese Botschaft aus dem Jahre 1976 ein wenig überholt an, weil der Unterschied zwischen den Früchten von Vatikan II und jenen Erzbischof Lefebvres angesichts der seither verflossenen Zeit vielen Seelen klargemacht hat, wo der wahre Geist Gottes zu finden ist. Nichtsdestoweniger wird Gottes wahre Kirche auch weiterhin von modernistischen Wölfen im Schafspelz zerrissen, und viele Seelen sind nach wie vor der Versuchung ausgesetzt, vom wahren Glauben und der wahren Kirche abzufallen. Mögen sie folgende Mahnung vom Neujahrstag 1971 – die in einer der vielen Botschaften an Pater Drexel steht – beherzigen:
„Eine dunkle Wolke liegt über Meiner heiligen Kirche. Immer mehr wächst die Verwirrung; immer mehr Priester werden ihrer Berufung, ihrer Sendung und ihrer Gnade untreu ( . . . ) Während die Saat der Bösen und der Gottlosen in Verderbnis enden wird, wird die Saat der Gläubigen zu einer reineren und schöneren Kirche erblühen. Wohl denen, die die Stunde verstehen, in Meiner Liebe bleiben, Meine Mutter bekennen, den Spuren der Heiligen folgen und der Führung durch die Engel vertrauen: sie werden im Dunkel leuchten, im Sturm nicht wanken und in der Prüfung nicht zerbrechen! . . .”
Kyrie eleison.

Samstag, 28. Dezember 2019

Nummer DCL (650)

Sprecht Klartext!

Nummer DCL (650)




Kennzeichnend für die grossen Geister der Vergangenheit ist, dass sie über grosse Dinge nachdachten, worunter – explizit oder implizit – Dinge zu verstehen sind, die mit Gott in Verbindung stehen, und wenn sie tatsächlich grosse Geister waren, kann ihr Denken nicht rein destruktiv gewesen sein. Ein solcher Geist war sicherlich Englands Shakespeare. Als Katholik empfand er Schmerz darüber, dass der Abfall seines Landes vom katholischen Glauben gerade zu dem Zeitpunkt, wo er seinen schöpferischen Höhepunkt erreichte, um das Jahr 1600 herum, endgültig vollzogen war. Doch diese Zuwendung Englands zum Protestantismus bedeutete, dass er, wenn er nicht gehängt, ausgeweidet und gevierteilt werden wollte, seine katholische Botschaft in verklausulierter Form verbreiten musste, wie Clare Asquith in ihrem anno 2005 erschienenen Buch „Shadowplay“ bewiesen hat, in dem sie sich mit Shakespeares Schaffen auf unvergleichlich höherem Niveau auseinandersetzt als englische „Patrioten“ und die Zwerge der Literaturkritik es tun.
Dies sei anhand eines Beispiels veranschaulicht. Im Anhang des Buchs findet sich eine Analyse von Shakespeares Sonnet 152, in dem Frau Asquith aufzeigt, wie sich hinter dem vordergründigen Hinweis auf eine Frau, die der Dichter kannte, von der ersten bis zur letzten Zeile eine zweite, vollständig verschiedene Bedeutung verbirgt, die für ihn als Schriftsteller, der seine Landsleute hätte warnen müssen, dies jedoch nicht tat, weitaus schwerer ins Gewicht fällt. Hier die 14 Zeilen des Sonnets; es schliesst sich eine Deutung seiner hintergründigen Botschaft an:
Daß ich dich lieb’ ist Meineid; weißt du: doch
Zwiefach meineidig du, mir Liebe schwörend,
Brachst mit der Tat dein Bettgelübde, noch
Den neuen Liebesbund in neuem Haß zerstörend!
Doch ich, der zwanzig Eide bricht, wie könnt’ ich
Dir zwei verübeln? Lüg’ ich doch weit mehr;
Und was ich schwören mag, mißhandelt dich beständig:
Mein bestes Wort machst du bedeutungsleer.
Denn ich beschwur mit teuern Seelenschwüren
Dein teures Lieben, deine Güt’ und Treu;
Ich lieh der Blindheit Augen, dich zu zieren:
Verleugnen mußten sie, daß wahr ihr Zeugnis sei:
    Denn ich schwur, du sei’st schön: o grober Trug,
    Natur zu lästern mit so schnödem Lug!
Du weisst, ich breche ein Versprechen, indem ich dich liebe, doch indem du schwörst, dass du mich liebst, brichst du zwei Versprechen: Du hast dem Bett deines Gatten entsagt, bist dann zu ihm zurückgekehrt („neuer Liebesbund“), nur um ihn abermals zu verraten („neuer Hass“). Doch warum zeihe ich dich, zwei Eide gebrochen zu haben, wenn ich zwanzig Eide breche? Der grössere Meineidige bin ich, denn zu deinem eigenen Schaden habe ich Eid um Eid auf deine Güte („teures Lieben, Güte und Treu“) geschworen, während ich doch genau wusste, dass du nicht gut bist. Somit habe ich geschworen, dass du sehr freundlich bist, sehr liebevoll, sehr wahrheitsliebend, sehr beständig, und um dich in ein gutes Licht zu stellen, gab ich vor zu sehen, was ich nicht sah; oder ich schwur, nicht zu sehen, was mein Auge erblickte. Denn ich schwur, du seist gut. Welch furchtbarer Meineid meinerseits, wo das doch so unwahr ist!
Interessanterweise ergibt der Text des Sonnets in seiner verborgenen Bedeutung – als Anspielung auf das seinem Glauben untreu gewordene England – mehr Sinn als in seiner vordergründigen, der sich auf Shakespeares untreue Geliebte bezieht. Das „Fröhliche England“ war der katholischen Kirche 900 Jahre lang treu gewesen. Durch die 1534 erlassene Suprematsakte Heinrichs VIII. („mit der Tat “) brach England die Ehe („Bettgelübde“) gegenüber der katholischen Kirche und erkor den Protestantismus zu seinem Buhlen. Unter Mary Tudor wandte es sich 1553 wieder dem Katholizismus zu („neuer Liebesbund“), beging jedoch 1558 unter Elisabeth I. erneut Ehebruch („neuer Hass“ [auf die katholische Kirche] ). Doch Shakespeare (1564–1616) zeiht sich selbst einer noch viel schlimmeren Untreue, denn all diese Jahre hindurch hat er England mit seinen abtrünnigen Tudor-Königen immer wieder verherrlicht („dich zu zieren“), beispielsweise in seinen historischen Dramen, und zwar zu Englands Schaden („misshandelt dich beständig“), denn als Katholik wusste er sehr wohl, dass der Protestantismus den Untergang des „Fröhlichen Englands “ bedeuten würde. So kam es denn auch!
Und heute? Das Muster wiederholt sich: Mehr als 1900 Jahre lang waren die Katholiken treue Ehepartner der wahren Kirche, doch mit Vatikan II (1962–1965) folgte die grosse Masse von ihnen schlechten Führern, die sie zu offener oder versteckter Buhlerei mit der modernen Welt verleiteten („brachst mit der Tat dein Bettgelübde“). Dann führte Erzbischof Lefebvre (1905–1991) viele von ihnen wieder in den Schoss der wahren katholischen Kirche zurück („neuer Liebesbund“ bzw. Erneuerung des alten Glaubens und der alten Liebe), aber seine Nachfolge an der Spitze der von ihm 1979 gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius XII. verfielen, von „neuem Hass“ auf die vorkonziliäre Wahrheit erfüllt, abermals ehebrecherischen Gelüsten nach einer Wiedervereinigung mit Konzilsrom.
Und die Moral von der Geschicht? Alle Shakespeare-Bewunderer und alle Katholiken unter uns müssen Klartext sprechen und mit aller Deutlichkeit festhalten, dass es in Pachamama-Rom einen Greuel gibt, den wir verabscheuen müssen.
Kyrie eleison. „In Rom,“ so sprach der Erzbischof, „wird bald der Glaube ganz verschwinden.
Drum müssen Katholiken eine neue geistige Heimat finden.“

Samstag, 21. Dezember 2019

Nummer DCXLIX (649)

Zwei Bischöfe

Nummer DCXLIX (649)


Durch laue Kompromisse nimmt das Unheil weiter seinen Lauf
Weiht Russland dem Herzen Mariä, lautet die Antwort hierauf.
Seitdem im Sommer und Herbst 2012 klar wurde, dass zwei der drei Bischöfe, die der Priesterbruderschaft St. Pius X. angehörten, hinsichtlich deren Beziehungen zu Rom nicht mehr dieselbe Position vertraten wie noch am 7. April jenes Jahres in ihrem Brief an das Hauptquartier der Bruderschaft, fragen sich deren Anhänger – Priester und Laien – nach den Gründen für diesen Gesinnungswandel. Die wenigsten waren – oder sind – der Ansicht, der Kurswechsel der Bischöfe sei eine Frage von Personen oder Persönlichkeiten gewesen. Da der erwähnte Brief nachdrücklich davor warnte, von der Linie Erzbischof Lefebvres abzuweichen, der Kontakte mit einem unbekehrten Rom klar abgelehnt hatte, deuteten die meisten den neuen Kurs der beiden Bischöfe als das, was er war, nämlich ein Einknicken vor der veränderten Taktik des Generaloberen, die sich als „Kontakte vor der Bekehrung“ zusammenfassen lässt. Doch da sich das konziliäre Rom zwischen 1988 und 2012 kaum verändert hatte – es sei denn zum Schlechteren –, warum haben die zwei Bischöfe dann ihre zuvor hochgehaltenen Prinzipien über Bord geworfen?
Die Frage ist bis zum heutigen Tag von unverminderter Bedeutung. Was gewinnt die Bruderschaft für den Glauben – und nicht etwa der Glaube für die Bruderschaft! – durch freundliche Kontakte mit den Konzilsrömern, die nach wie vor fanatisch an der Ökumene von Vatikan II festhalten, bis hin zur Verehrung des Papstes für die Pachamama-Götzenbilder in den Gärten des Vatikans selbst? Eines scheint sicher: In den letzten 20 Jahren hat die Bruderschaft ihre Zukunft auf Gedeih und Verderben mit dieser Freundschaft verknüpft, und nun plötzlich auf letztere zu verzichten, liefe auf das Eingeständnis hinaus, dass die während dieser 20 Jahre betriebene Politik ein grosser Fehler gewesen ist. Deshalb kann die Bruderschaft, die dringend neue Bischöfe für ihr weltweites traditionalistisches Apostolat benötigt, nicht nach freiem Ermessen traditionalistische Bischöfe auswählen und weihen, weil diese den Konzilsrömern sicherlich missfallen würden. Aus diesem Grund schulterten die beiden Bischöfe anno 2012 ein schweres Kreuz, das mit jedem Jahr noch drückender wird: Sie trugen emsig dazu bei, die Bruderschaft in eine Sackgasse zu treiben, mit dem Ergebnis, dass es dieser im Jahre 2019 verwehrt bleibt, ihre eigenen Bischöfe zu haben, obwohl sie nicht ohne solche auskommen kann.
In jüngster Vergangenheit sind Informationen zugänglich geworden, die einiges Licht auf den Entscheid der beiden Bischöfe werfen, dem Grundsatz des Erzbischofs „Bekehrung vor Kontakten,“ zu dem sie sich eben noch bekannt hatten, untreu zu werden. Was Bischof de Galarreta betrifft, so haben wir erfahren, dass er fast unmittelbar nach der Publizierung des Briefs vom 7. April im Internet dem Hauptquartier der Piusbruderschaft seine Aufwartung machte, um sich gegenüber dem Generaloberen für dessen Veröffentlichung zu entschuldigen und sich ausdrücklich von diesem Schritt zu distanzieren. Doch wie konnte er sich von der Veröffentlichung distanzieren, ohne zugleich den Inhalt zu missbilligen? Allem Anschein nach war seine Besorgnis, die Publizierung des Schreibens könnte zur sofortigen Implosion der Bruderschaft führen, grösser als seine Furcht, dessen Inhalt könnte die Sackgasse entlarven, in die sich die Bruderschaft verrannt hatte, und ihre Abkehr von der Linie des Erzbischofs, der den Glauben unerschütterlich verteidigt hatte, in grellem Licht erscheinen lassen. War das Überleben der Bruderschaft für ihn wichtiger als dasjenige des Glaubens?
Bischof Tissier de Mallerais brauchte wesentlich länger, um – bildlich gesprochen – seine Unterschrift unter den Brief zurückzuziehen, doch Anfang 2013 war es klar, dass auch er diesen Schritt tatsächlich vollzogen hatte. Einem Freund erteilte er folgende bischöfliche Belehrung: Roms Bekehrung kann nicht von einem Tag auf den anderen erfolgen. Eine offizielle Anerkennung wird uns dazu befähigen, weit effizienter als bisher vom Inneren der Kirche aus zu wirken. Wir brauchen Geduld und Takt und dürfen die Dinge nicht überstürzen, um die Römer nicht aus der Fassung zu bringen, die unsere Kritik des Konzils auch weiterhin nicht goutieren, aber wir setzen uns Schritt für Schritt durch – ist dies nicht das, was die Heiligen taten? Wir müssen auch in Zukunft Skandale anprangern und das Konzil attackieren, aber wir müssen intelligent genug sein, um die Denkweise unserer Gegner zu verstehen, zu denen immerhin auch der Mann auf dem Stuhl Petri gehört. Bischof Fellays Politik ist nicht wirklich gescheitert: Am 13. Juni 2012 wurde nichts unterschrieben, und in den letzten 17 Monaten ist nichts Katastrophales, nichts Aufsehenerregendes geschehen. Ein paar Priester haben uns aufgrund mangelnder Vorsicht und fehlenden Urteilsvermögens verlassen, was ich bedauerlich finde, aber das war ganz und gar ihre eigene Schuld. Kurzum, versucht anderen mehr und euch selbst weniger zu vertrauen. Schenkt euer Vertrauen der Bruderschaft und ihren Führern. Alles ist gut, was gut endet. Das sollte der Geist eurer nächsten Entscheidungen und Schriften sein.
Soviel zu den Gründen, die den Bischof dazu bewogen, seinem Freund Linientreue gegenüber Bischof Fellay ans Herz zu legen. Doch haben Bischof de Galarreta oder Bischof Tissier de Mallerais oder Bischof Fellay die Beweggründe des Erzbischofs zum Abbruch der Kontakte mit den Konzilsrömern vollumfänglich begriffen? Unterschätzen sie nicht alle drei aufs gröblichste die beispiellose Krise, die durch den fortlaufenden Verrat der Konzilsprälaten an der Wahrheit und am Glauben hervorgerufen worden ist? Wie kann ein Kompromiss in Fragen der Doktrin oder rein menschliches Politisieren mit Rom diese vorapokalyptische Krise lösen?
Kyrie eleison.

Samstag, 14. Dezember 2019

Nummer DCXLVIII (648)

Die Jugend Erhebt Sich

Nummer DCXLVIII (648)


Sucht im Gebet, beim Rosenkranz, der Heil’gen Messe Rat
Und schreitet, so gerüstet, dann voll Gottvertraun zur Tat!
Wo immer komplizierte und umstrittene Ideen der Öffentlichkeit unterbreitet werden, bedarf es einer klassischen propagandistischen Technik, um die Aufmerksamkeit der Menschen auf ein eindrückliches Bild zu lenken, das gemeinsam mit der neuen Botschaft in ihrem Geiste haften bleiben wird. Diese Rolle war sicherlich den Pachamama-Statuen zugedacht, die bei der kürzlich durchgeführten Bischofssynode in Rom von Anfang bis Ende im Mittelpunkt standen. Der Zweck der Synode bestand angeblich darin, dem Papst Ratschläge für die Zukunft der katholischen Kirche zu erteilen. Der Papst selbst hielt fest, dass es sich um Statuen der Mutter Erde handelte, in anderen Worten, um heidnische Götzenbilder. Ohne jeden Zweifel haben sie die Aufmerksamkeit mancher Katholiken erweckt. Ein junger Österreicher und sein Freund warfen fünf davon in den Tiber. Das Interview, das er anschliessend John-Henry Westen von „Life Site News“ gewährte, war in höchstem Masse erbaulich und verdient es „inmitten der Düsternis, die uns umgibt,“ hier wiedergegeben zu werden, wenn auch wie üblich in abgekürzter und leicht modifizierter Form. Alexander Tschugguel ist 26 Jahre alt, hat im Sommer dieses Jahres geheiratet und lebt im Zentrum von Wien.
Was hat Sie dazu bewogen, die Götzenbilder aus der Kirche zu entfernen? Haben Sie an die möglichen Folgen für sich selbst gedacht?
Ich und meine Frau interessierten uns für die Synode. Wir besuchten die Kirche, wo Gegenstände aus dem Amazonasgebiet ausgestellt waren. Ich erkannte die Pachamama-Statuen sofort als Götzenbilder, die einen Verstoss gegen das Erste Gebot darstellen. Mein Beweggrund war einfach – sie aus der katholischen Kirche entfernen und das Heidentum aus dem katholischen Gotteshaus bannen. Bezüglich der Folgen habe ich nie daran gedacht, was für Auswirkungen die Entfernung der Statuen für mich haben könnte. Eine wirklich schwerwiegende Folge unserer Taten ist, nicht in den Himmel zu kommen. Im Vergleich hierzu war diese Tat für mich nicht zu viel.
Könnten Sie uns vielleicht etwas über Ihr Leben im katholischen Glauben erzählen?
Ich wurde erst Katholik, als ich im Alter von 15 Jahren vom Lutheranismus konvertierte. Je mehr ich mich mit dem katholischen Glauben beschäftigte, desto schöner wurde er. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, kein Katholik zu sein.
Wie haben Sie sich geistig auf die Entfernung der Götzenbilder vorbereitet ?
Mit sehr intensivem Gebet. Jeden Tag viele Rosenkränze und wenn möglich eine tägliche Messe. Wir beteten bis zu dem Augenblick, wo wir die Kirche betraten, um die heidnischen Statuen daraus zu entfernen, und auch während wir dies taten. Die geistige Vorbereitung gab den Ausschlag . Ohne das Gebet wäre die Tat unmöglich gewesen.
Fürchteten Sie sich vor den Behörden, davor, das Gesetz zu brechen, wegen der Götzenbilder möglicherweise in eine Konfrontation verwickelt zu werden?
Wir haben keinen Streit gesucht, sondern wollten einfach die heidnischen Standbilder aus der Kirche entfernen. Wir betraten die Kirche unmittelbar nach ihrer Öffnung, um eine Konfrontation zu vermeiden. Wir stahlen nichts für unseren persönlichen Gebrauch und suchten keine Publizität. Für den Fall, dass man uns gerichtlich zur Verantwortung ziehen sollte, vertrauten wir auf unsere Ruhe und auf das Gebet, um für die Folgen gerüstet zu sein.
Wie reagierten Sie später, als der Papst als Bischof von Rom sich für Ihren Umgang mit den Statuen entschuldigte?
Erstens nannte er sie „Pachamama,“ was beweist, dass sie tatsächlich Götzen sind. Zweitens haben wir nicht gegen die Menschen Amazoniens gehandelt, sondern für sie, damit sie zur wahren katholischen Religion finden. „Heiliger Vater, bitte verstehen Sie uns. Wir wollen einfach keine Götzenbilder in der Kirche haben. Wir wollen, dass die Kirche Jesus Christus sowie der kirchlichen Tradition folgt.“
Viele Menschen werden einwenden, sie hassten Papst Franziskus schlicht und einfach.
Ich würde den Papst niemals hassen. Ich will niemanden hassen. Er braucht unsere Gebete und unsere demütige Hilfe jeden Tag, um es für ihn leichter zu machen, uns zu verstehen. Wenn die Synode einberufen wurde, um ihm zu helfen, warum dürfen Laien ihm dann nicht auch helfen?
Ihre Tat hat zahlreichen Gläubigen Mut gemacht. Selbst hochrangige Prälaten nannten Ihr Vorgehen „heldenhaft.“
Ich fühle mich geschmeichelt, aber es ging uns nie darum, uns als Helden aufzuspielen. Wir wollten nur tun, was in den Augen Gottes richtig ist. Das Erste Gebot verbietet es, sich vor einem Standbild jeder Art zu verbeugen. Genau diese Verbeugung erfolgte jedoch in den Gärten des Vatikans.
Sie haben die Synode verfolgt. Was möchten Sie zu ihr und zu ihrem Ausgang sagen?
Sie hat verkündet, sie werde sich mit längst geregelten Fragen wie verheirateten Priestern und Frauenpriestern beschäftigen. Das hat mich misstrauisch gemacht. Dann rückte der gesamte politische Aspekt der Synode in den Mittelpunkt – es war eine grosse Mischung von falschen Ideen und Politik. Doch diente die Synode vorgeblich nicht lediglich dazu, den Papst zu beraten? Jetzt heisst es, ihre Beschlüsse müssten in die Praxis umgesetzt werden, etwa in Deutschland. Die Menschen müssen es begreifen: Hinter der Synode stand die globalistische Agenda.
Sie haben gehandelt! Was raten Sie anderen jungen Menschen wie Ihnen, damit sie ebenfalls handeln?
Besucht die nächstgelegene traditionelle Kirche. Betet immer und immer wieder den Rosenkranz. Lest, um die Philosophie und Geschichte der Kirche kennenzulernen. Sprecht mit Verwandten, mit Angehörigen eurer Gemeinde, mit Freunden. Nehmt dabei kein Blatt vor den Mund! Tretet Vereinigungen bei, die sich für das Leben und die Familie einsetzen; helft eurem Priester, und so weiter . . .
Kyrie eleison.