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Sonntag, 3. November 2019

PRIESTER- CHARTA


Im nächsten Chevalier du Christ-Roi, der nach langer Wartezeit demnächst erscheinen wird, veröffentliche ich die Charta, die mehrere Priester der Fidelité Catholique als die ihre anerkannt haben. Diese Charta betrifft Sie direkt und ihre Bedeutung wird Ihnen nicht entgehen.
Bevor ich zum Text übergehe, möchte ich Ihnen zunächst berichten, wie er entstanden ist.
Mehrere Priester der Fidelité Catholique trafen sich im November letzten Jahres zu Priesterexerzitien. Bischof Williamson war nicht anwesend, hat sie aber sehr zu Diskussionen darüber ermuntert, wie sie den Erwartungen Gottes immer besser entsprechen könnten. Am dringlichsten erschien uns eine Charta, die daran erinnert, welche Stellung wir in der heiligen Kirche einnehmen, welche Bindungen wir haben, und von welchen Grundsätzen wir uns und unser Priesteramt leiten lassen. Ein jeder hat dazu beigetragen und jeder einzelne Abschnitt wurde allen zur Genehmigung vorgelegt. Dann wurde noch einmal die gesamte Charta besprochen und erhielt die rückhaltlose Zustimmung aller.
Sie ist weder neuartig noch außergewöhnlich und das ist einer ihrer Vorzüge, denn angesichts der schlimmen augenblicklichen Lage in der Kirche müssen wir uns unbedingt vor jeder Originalität, vor jeder persönlichen Geisteshaltung und vor allem hüten, was nicht völlig mit dem sensus ecclesiae, d. h. mit dem Denken der Kirche übereinstimmt.

Wir haben uns entschieden, uns mit der Veröffentlichung Zeit zu lassen. Nach Herrn Pater de Mérode, der sie als erster auf seiner Website veröffentlicht hat, veröffentliche ich sie nun in meinem Namen und im Namen jedes Mitgliedes der Gemeinde Notre-Dame du Christ-Roi. (Unsere Liebe Frau von Christ-König, Priorat v. Pater Pivert). Angesichts ihrer Bedeutung wird sie auf der Präsentationsseite meiner Website dauerhaft zugänglich sein.

Abbé Francois Pivert +



Charta der im November 2018 zu Exerzitien versammelten Priester



Angesichts der außergewöhnlichen Umstände unseres Priesteramtes wollen wir daran erinnern, welche Stellung wir in der heiligen Kirche einnehmen, welche Bindungen wir haben und von welchen Grundsätzen wir uns und unser Priesteramt leiten lassen.

Keine Definition der Kirche erschien uns in theologischer Hinsicht einfacher, klarer und prägnanter als die des Katechismus des hl. Pius X.: „Die katholische Kirche ist die Gesellschaft oder Versammlung aller Getauften, die sich auf Erden zum gleichen Glauben und Gesetz Jesu Christi bekennen, an den gleichen Sakramenten teilnehmen und den rechtmäßigen Hirten, vor allem dem römischen Papst, gehorchen.“ (Großer Katechismus, 9. Artikel, § 2, 1. Frage)

Diese Definition der Kirche beschreibt, wer die Gläubigen und wer die Hirten sind. So werden wir ihr treu bleiben:

1. HINSICHTLICH DER LEHRE


Das heilige Vermächtnis des Glaubens wurde angesichts der modernen Irrtümer vor allem durch den Syllabus, die Enzyklika Pascendi und den Antimodernisteneid geschützt und später von Erzbischof Lefebvre in Erinnerung gebracht und verteidigt, vor allem hinsichtlich der Lehre des Christkönig und der Wichtigkeit des Kreuzesopfers. Wir erneuern unseren Eid, diesem Vermächtnis treu zu bleiben, es zu verteidigen und zu verbreiten.


2. HINSICHTLICH DES GESETZES


Das überlieferte Kirchenrecht von 1917, Frucht und Synthese aus 2000 Jahren der rechtlichen und moralischen Überlieferung der Kirche, konnte durch das 1983 veröffentlichte modernistische vorgebliche Kirchenrecht, Frucht und Anwendung des II. Vatikanischen Konzils, nicht abgeschafft werden. Dieses Konzil hat Erzbischof Lefebvre als „die größte Katastrophe der Geschichte“ und das Kirchenrecht als „schlimmer als das Konzil“ verurteilt.
Daher muß das Kirchenrecht von 1917 die Norm sowohl für unser Leben als auch für unser Priesteramt sein und bleiben.
Wir weisen insbesondere auf die uns durch den Kanon 124 auferlegten Pflichten hin: „Die Kleriker müssen nach innen wie nach außen ein heiligeres Leben führen als die Laien und ihnen durch ihre Tugend und die Rechtschaffenheit ihrer Handlungen als Beispiel dienen“. Ferner verweisen wir auf die uns durch die nachfolgenden Kanones auferlegten Pflichten, nämlich: Inneres Gebet, Besuch beim Allerheiligsten Altarssakrament, Rosenkranzgebet, tägliche Gewissensprüfung und Breviergebet, häufige Beichte, Exerzitien, Ausübung des Priesteramtes, Studium der heiligen Lehre.
Wir stellen fest, daß die Kanones von 1983, die sich auf die Ehe beziehen, dem göttlichen Recht entgegenstehen und Ausdruck des Personalismus sowie Frucht des Modernismus sind. Wir werden weder jetzt noch jemals in Zukunft die Nichtigkeitserklärungen der Ehe anerkennen, die auf diesem Recht basieren und ebensowenig die Ehen, die eine Folge dieser Nichtigkeitserklärungen sind.
Es handelt sich dabei weder um eine Wahl noch um unseren eigenen Willen sondern um die Wahrheit, die für alle und jeden einzelnen verpflichtend ist.


3. HINSICHTLICH DER SAKRAMENTE


Wir stellen fest, welche Gnade uns Gott dadurch erwiesen hat, daß wir die Bruderschaft des hl. Pius X. verlassen mußten. Diese Trennung hat uns behütet und befreit.
Wir fordern die Gläubigen auf, das gleiche zu tun, vor allem, um sich und ihre Familien vor dem Liberalismus und der Ansteckung durch den Modernismus zu bewahren. Das war der von Erzbischof Lefebvre aufgestellte Grundsatz: man muß allem entfliehen, was den Glauben und das Glaubensleben verderben kann. Dadurch erfahren die Gläubigen, worin die wahre Freiheit der Kinder Gottes und die Kraft der Gnade besteht.
Wir fordern die Gläubigen auf, Gebetsgruppen und solche mit christlicher Lebensführung zu bilden, um sich gegenseitig in den Prüfungen beizustehen und das Leben der Kirche zu erhalten.
Wir fordern sie und ihre Kinder auf, nicht nur dem schädlichen Einfluß der Welt zu widerstehen sondern auch zu Aposteln unseres Herrn Jesus Christus zu werden.
Wir fordern sie auf, täglich den Rosenkranz, ja sogar den Psalter zu beten. Dadurch werden sie den Glauben bewahren und in Prüfung und Trennung den nötigen Mut haben. Auch werden dadurch Gebetsgruppen entstehen und sich weiterentwickeln und die Kinder zu Dienern des Christkönig werden.
Wir erneuern unsere Verpflichtung, vor allem diejenigen zu unterstützen, die dieses Programm des christlichen Lebens in die Tat umsetzen wollen, seien es Gläubige der ersten Stunde oder neu Hinzugekommene, Bekannte oder Unbekannte.


4. HINSICHTLICH DER HIRTEN


Wir betrachten Bischof Williamson als den würdigen Nachfolger von Erzbischof Lefebvres in der
Verteidigung des Glaubens und unterstellen uns, um nicht zu Waisen zu werden, der weisen
Führung dieses würdigen Vaters.


Samstag, 12. Oktober 2019

Nummer DCXXXIX (639)

Gegenwaertig, Maechtig

Nummer DCXXXIX (639)



Und sagen alle Teufel, Gott sei fern von mir und schwach
Muss ich nur denken, dann wird gleich die Wahrheit in mir wach.

Während die „abendländische Zivilisation“ vor unseren Augen in immer rasanterem Tempo zerfällt, gilt es sich dringend in Erinnerung zu rufen, dass „unsere Hilfe im Namen des Herrn“ und in der Fürbitte Seiner Mutter liegt, und sonst in niemandem und in nichts. Doch selbst unter den Katholiken begreifen nur wenige Menschen, wie nahe uns der Allmächtige Gott ist, und wie gewaltig Seine Macht ist. Würden sie sich hierüber Rechenschaft ablegen, fiele es ihnen weit leichter, Zuflucht zum Gebet zu nehmen, das heute tatsächlich das einzige ernsthafte Bollwerk gegen den Vormarsch des Bösen darstellt. Als gerechte Strafe für den Abfall der Menschheit hat Gott jedes andere Instrument des Einflusses und der Macht in die Hand Seiner Feinde fallen lassen.
Doch wer ist Gott? „Der allmächtige Vater, Schöpfer von Himmel und Erde und von allen sichtbaren und unsichtbaren Dingen.“
Erstens, Vater. „Schöpfer von Himmel und Erde,“ aber nicht einfach ein Fabrikant, der ein Produkt herstellt und es ihm dann selbst überlässt, sich in der Welt zu behaupten. Der beste Vergleich, um Gottes Fürsorge und Seine Liebe für Seine Geschöpfe zu veranschaulichen, ist der mit der Liebe eines menschlichen Vaters für seine Kinder, die normalerweise bis zu seinem oder ihrem Tod und darüber hinaus andauert. Doch ist die Liebe eines menschlichen Vaters endlich. Gottes Liebe ist unendlich.
Zweitens, Allmächtig. Vielleicht besteht der einfachste Weg, um Gottes Kraft oder Macht zu begreifen, darin, die Lehre der Kirche zu akzeptieren, dass Gott der Schöpfer ist, dass es sich bei jedem anderen existierenden Wesen um ein Geschöpf Gottes handelt, und dass die Schöpfung aus dem Nichts entsteht.
Wenn immer wir menschlichen Wesen etwas „erschaffen,“ geschieht dies zwangsläufig auf der Grundlage eines bereits existierenden Materials; so wird beispielsweise ein Stuhl aus Holz angefertigt, ein Haus aus Ziegeln, die Ziegel aus Sand usw. Je mehr ich darüber nachdenke, desto schwieriger wird es, sich etwas vorzustellen, das aus nichts geschaffen wurde, und zwar aus dem guten Grund, dass alle Veränderungen, die ich um mich herum beobachte, aus etwas entstehen. Wenn ich mir etwas vorstellen könnte, das aus dem Nichts entstanden ist, würde ich beginnen, die Bedeutung von „allmächtig“ zu begreifen.
Drittens, Schöpfer aller Dinge. Von allen materiellen oder „sichtbaren“ Dingen, bis zum fernsten Ende der fernsten Milchstrasse – St. Ignatius von Loyola verliess in Rom nachts oft sein Zimmer, einfach um die Sterne anzusehen und diese Demonstration von Gottes unendlicher Macht zu verinnerlichen. Noch weit wichtiger sind allerdings die geistigen oder „unsichtbaren“ Dinge, wie die Seele, die jedem lebenden Menschenwesen das Leben sowie die Gabe der Vernunft und des freien Willens schenkt, ganz zu schweigen von den ganzen nicht-materiellen neun Orden von Engeln. Zweifelt ihr an ihrer Existenz, weil sie immateriell sind? Zweifelt ihr immer noch daran, dass es eine der menschlichen weit überlegene Intelligenz gibt, die heute das Böse um uns herum schafft?
Doch während viele Menschen bereit sein mögen, einzuräumen, dass nichts ohne einen Schöpfer entstehen kann, begreifen nur wenige, dass das schöpferische Wirken Gottes in jedem Augenblick, in dem das existierende Dinge zu existieren fortfährt, weiter geht. In anderen Worten, würde Gott auch nur für einen Moment aufhören, ein existierendes Ding in seiner Existenz zu erhalten, so würde dieses sogleich in das Nichts zurückfallen, aus dem es kam. Hier mag ein Vergleich hilfreich sein. Um einen elektrischen Zug in Gang zu setzen, muss sein Fahrer zuerst die „Totmanneinrichtung“ gegen sich selbst hin ziehen, doch damit der Zug, auch weiterhin fährt, muss er diese auch weiterhin ziehen, denn der Schalter oder Hebel ist unter Federspannung, so dass er, wenn man ihn fahren lässt, automatisch zurückspringt und der Zug anhält. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Zug unkontrolliert weiterfährt, wenn der Fahrer beispielsweise jäh stirbt. In anderen Worten, der Zug setzt sich nur in Bewegung, wenn der Schalter oder Hebel gezogen wird, aber derselbe Schalter oder Hebel muss auch weiterhin gezogen sein, damit der Zug weiterfährt.
Auf dieselbe Weise erschafft Gott ein Geschöpf im allerersten Augenblick seiner Existenz, doch fiele es ins Nichts zurück, täte Er nichts, um diese schöpferische Handlung weiterzuführen oder das Geschöpf während seiner Existenz zu erhalten. Somit besteht der einzige Unterschied zwischen der Erschaffung und dem Erhalt eines Geschöpfs durch Gott im Unterschied zwischen dem ersten Moment seines Daseins und jedem folgenden Augenblick. Anders gesagt, in jedem einzelnen Moment meines Erdendaseins ist Gott in mir aktiv, indem Er sowohl meine Seele als auch meinen Leib unaufhörlich erhält. Unter diesen Umständen ist Er in allem, was mich ausmacht, gegenwärtiger als ich selbst, indem Er tut, was nur Gott allein tun kann, nämlich mich aus dem Nichts herauszuhalten. Und da zweifle ich noch daran, dass Er mächtig ist? Oder zweifle ich daran, dass Er mir nahe ist? Oder zweifle ich daran, dass Er mich liebt?
Kyrie eleison.

Samstag, 5. Oktober 2019

Eine Kirche, die auf dem Kopf steht und eine widersprüchliche Bruderschaft

Kommentar von Pedro del Molino vom 18.09. 2019  zu "non possumus".


Niemand kann die Klarheit leugnen, mit der der Generalobere der Pius-Bruderschaft, Pater Davide Pagliarani, in einem neuen Interview die Fehler analysiert, die durch die derzeitige Hierarchie der Kirche, insbesondere durch Franziskus, verbreitet werden. Dies ist eine notwendige Folge dessen, was beim Zweiten Vatikanischen Konzil eingeleitet wurde. Es ist unbestreitbar, dass "die objektiv verwirrende Lehre von Papst Franziskus kein seltsamer Auswuchs ist, son­dern die logische Konsequenz aus den im Konzil festgelegten Grundsätzen. Er zieht aus ihnen die – jedenfalls für den Augenblick – endgültigen Schlussfolgerungen." Es ist auch wahr, dass "Alles direkt oder indirekt auf einen falschen Kirchenbegriff zurückgeht. Nochmals, Papst Franziskus zieht nur die letzten Schlussfolgerungen aus den vom Konzil festgelegten Prämissen." Wir stimmen auch zu, dass diejenigen, die Franziskus' aktuelles Pontifikat kritisieren, "die Klarheit und den Mut aufbringen sollten, anzuerkennen, dass es eine Kontinuität gibt zwischen den Lehren des Konzils, der Päpste der nachkonziliaren Ära und dem gegenwärtigen Pontifikat. Das Lehramt des "heiligen" Johannes Paul II. etwa gegen die Neuerungen von Papst Franziskus anzuführen, ist ein sehr schlechtes Mittel, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Ein guter Arzt kann sich nicht damit begnügen, eine Wunde mit ein paar Stichen zu schließen, ohne vorher die Infektion innerhalb der Wunde zu beseitigen. Wir sind weit davon entfernt, diese Bemühungen zu verachten, aber gleichzeitig ist es eine Frage der Nächstenliebe, aufzuzeigen, wo die Wurzel der Probleme liegt." Die Analyse von Pagliarani scheint uns einwandfrei und klar formuliert zu sein. Es muss jedoch noch einmal gesagt werden, wie bereits bei anderen Gelegenheiten geschehen, dass seine Position durch das Wirken der Pius-Bruderschaft gegenüber Rom in Widerspruch gerät. Lassen Sie es uns Ihnen erklären.

Im Interview heißt es im Untertitel: "DER KONZILIARE PLURALISMUS MACHT JEDE OPPOSITION STRUKTURELL UNWIRKSAM" Denn die ökumenische und dialogorientierte Kirche erlaubt es sich, jede Form von Kritik oder Meinungsverschiedenheit anzunehmen, ohne gezwungen zu sein, den Kurs zu ändern. In einer Demokratie ist die Pluralität der im Umlauf befindlichen Ideen eines ihrer grundlegenden Merkmale. Wie Pagliarani sagt: "Wir haben eine Kirche vor uns, die zuhört und deshalb zwangsläufig auf Stimmen hört, die sich voneinander unterscheiden können. Um einen Vergleich zu ziehen: Es gibt in einem demokratischen System immer einen Platz für die Opposition, wenigstens dem Anschein nach. Sie ist Teil des Systems, weil sie zeigt, dass wir diskutieren, eine andere Meinung haben können, dass es Platz gibt für alle. Dies kann selbstverständlich den demokratischen Dialog fördern, aber nicht die Wiederherstellung einer absoluten und universellen Wahrheit und eines ewigen moralischen Gesetzes. Auf diese Weise kann der Irrtum frei gelehrt werden neben einer echten, aber strukturell wirkungslosen Opposition, die unfähig ist, die Wahrheiten an ihre Stelle zu setzen." 

Und der Generalobere kommt zu einem klugen Schluss: "Wir müssen also aus dem pluralistischen System selbst austreten, und dieses System hat eine Ursache, das Zweite Vatikanische Konzil."
Was hat Pagliarani gerade auf einer Konferenz in Buenos Aires gesagt? Dass die Pius-Bruderschaft die doktrinären Gespräche mit Rom fortsetzt, mit Rom, das das Zweite Vatikanische Konzil und die Moderne nicht verlassen will. Die Pius-Bruderschaft tritt somit voll und ganz in das ein, was Rom als "demokratischen Dialog" betrachtet und nicht als "die Wiederherstellung einer absoluten und universellen Wahrheit" (in den gleichen Worten wie Pater Pagliarani). Das heißt, die Pius-Bruderschaft tritt wissentlich ins Spiel, akzeptiert einen Dialog "unwirksam und unfähig, die Wahrheiten an ihre Stelle zu setzen", da das heutige Rom nicht akzeptiert, den unantastbaren Rahmen des Zweiten Vatikans zu verlassen. Es ist wie jemand, der sich ständig gegen die Demokratie stellt und gleichzeitig eine politische Partei bildet, um an ihr teilzunehmen. Diese "kompromittierten" Anweisungen werden dem System nichts nützen.
Nicht nur das, sondern die FSSPX stimmt in der Praxis zu, mit diesem modernistischen Rom zusammenzuarbeiten, zum Beispiel bei der Eheschließung oder bei der Aufnahme eines modernistischen und Judentums-befreundeten Bischofs, Bischof Huonder, der sagte, er sei da, um zu Franziskus' Wunsch beizutragen, die Pius-Bruderschaft näher an Rom heranzuführen. (Wie einige im französischen Widerstandsforum argumentieren, wird die offizielle Ankunft von Bischof Huonder in der Pius-Bruderschaft dazu führen, dass seine Vorgesetzten vielleicht nicht vorhergesehen haben, nämlich dass, wenn die Pius-Bruderschaft sie nicht zur Wiederherstellung oder zur Ausübung eines antimodernen und antiliberalen Glaubensbekenntnisses auffordert, sie nach und nach ein Amt ausüben werden, und es wäre für die Bruderschaft nicht sinnvoll, Rom um die Erlaubnis zu bitten, neue Bischöfe zu weihen, wenn sie bereits tätige Bischöfen hat. Wegen der "Praxis" wird sie sich allmählich mit der konziliaren Kirche vereinen, ohne dass es zu Widersprüchen kommt).
So dass wir vor den Worten auf die Taten achten sollten.
Wie in diesem Artikel erwähnt, nimmt die Pius-Bruderschaft an der revolutionären konziliaren Praxis des Vatikans teil.
Es ist daher eine Tatsache, dass die Pius-Bruderschaft die Verantwortung Franziskus' minimiert - er zieht nur Schlussfolgerungen aus dem, was der Konzil ihm beigebracht hat, nichts anderes - und vermeidet es so, zu sagen, dass "der König nackt ist", um nur zu sagen, dass "das Konzil nackt ist", weil es viel einfacher ist, eine historische Tatsache der Vergangenheit heftig zu kritisieren als eine Autorität der Gegenwart, was negative Folgen für die FSSPX haben könnte, die, so Pagliarani, "Sie hat eine Freiheit im Ton, die es ihr erlaubt, offen zu sprechen, ohne Angst zu haben, Vorteile zu verlieren, die sie nicht hat... Diese Freiheit ist unter den gegebenen Umständen unerlässlich." Die heutige Bruderschaft St. Pius X. hat eine solche "Freiheit", dass Franziskus kürzlich Bischof Lefebvre diffamierte, indem er behauptete, er habe ein Schisma begangen (siehe hier)
Eine Woche später machte die Bruderschaft St. Pius X. keine Aussage, die die Lüge von Franziskus korrigierte, nicht einmal Pagliarani nutzte das Interview (durch die Pius-Bruderschaft selbst), um diesen Punkt zu klären und die Ehre von Bischof Lefebvre zu retten, und wir sprechen über ihren Gründer! Lassen Sie uns nicht einmal über die "Freiheit" sprechen, die er im berühmten Interview von Bischof Williamson im Jahr 2009 demonstriert hat, indem er sein Haupt vor der zionistischen Macht beugte und einen seiner Bischöfe zu Unrecht vertrieb. Schließlich so viel Freiheit, dass wir nicht mehr von der "konziliaren Kirche" sprechen, von modernistischen Ketzern, ja sogar von Liberalen (so viele ungesunde Äußerungen in der Pius-Bruderschaft seit 2012, die den Ohren derjenigen schaden, die die Versöhnung mehr lieben als die Wahrheit und das Kreuz Christi).
Ja, Franziskus setzt das fort, was vom Konzil und den modernistischen Päpsten initiiert wurde, aber Franziskus ist skandalöser, blasphemischer, fortschrittlicher und zerstörerischer als seine Vorgänger. Und wenn Franziskus, "wie er ist", die "Gunst" der Pius-Bruderschaft "wie sie ist" getan hat, dann nicht, weil Franziskus ein solcher Schwachkopf ist, um die Tradition zu bevorzugen, sondern weil er sehr wohl zu wissen scheint, wie man küsst, um seine Feinde zu ersticken. Die Bruderschaft weiß, was sie nicht sagen sollte "um die Vorteile, die sie genießt, nicht zu verlieren...."
Bischof Lefebvre hatte echte Freiheit, als er sagte: "Haben Sie keinen Kontakt zu einem, der für die Zerstörung der Tradition verantwortlich ist. Sie wissen nicht, was sie tun sollen, um uns zu spalten, und sie sind überrascht von so viel Widerstand. Sie scheinen nicht zu verstehen, dass es von Anfang an ein Problem des Glaubens war" (10. Januar 1989, hier).

Wie wir in einem Aphorismus lesen: "Wer nicht von seinen Feinden verfolgt wird, soll misstrauisch sein. Nicht von seiner Lehre, sondern von sich selbst."

Bei allem Respekt vor der Amtseinführung und unter Berücksichtigung der Umstände müssen die Feinde Christi und der Kirche klar und mutig aufgezeigt werden, und Bischof Lefebvre selbst hat die Liberalen und Modernisten, die seit dem Konzil den Vatikan übernommen haben, nicht "römische Antichristen" genannt? Franz von Sales schrieb: "Die erklärten Feinde Gottes und der Kirche müssen mit aller Kraft getadelt und getadelt werden. Die Nächstenliebe zwingt uns, "dem Wolf" zu schreien, wenn ein Wolf in die Mitte der Herde eindrang, und sogar überall dort, wo er gefunden wird.

Unser Herr hat nicht gesagt, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer aus seiner Lehre zu logischen Schlussfolgerungen kamen und ihn deshalb verurteilten. Unser Herr nannte sie Schlangen, weiß gewaschene Gräber, Heuchler und Söhne des Teufels, und so verfolgten sie ihn und befahlen ihm, gekreuzigt zu werden. Und selbst als Petrus sich seiner Leidenschaft widersetzte, nannte er ihn "Satan".

Wie Sardá y Salvany sagte: "Nun sind die Urheber und Ausbreiter der ketzerischen Lehren Soldaten mit vergifteten Waffen; ihre Waffen sind das Buch, die Zeitung, die öffentlichen Reden und der persönliche Einfluß. Es genügt also nicht, sich auf die Seite zu drücken, um dem Schuß zu entgehen; nein, das Beste und Wirksamste ist es, den Schützen unschädlich zu machen. So ist es also angemessen, dessen Buch, Zeitung oder Rede herabzusetzen und in Verruf zu bringen und in manchen Füllen selbst dessen Person. Ja, dessen Person, weil diese das hauptsächliche Element des Kampfes, wie der Artillerist das hauptsächliche Moment der Artillerie ist, und nicht etwa die Bombe, nicht das Pulver, nicht die Kanone. Es ist daher in gewissen Füllen erlaubt, des schädlichen Feindes Ehrlosigkeit und Schmach öffentlich ans Licht zu ziehen, seine Sitten lächerlich zu machen, seinen Namen und Beinamen mit Schande zu bedecken. Ja, mein Freund; und man kann es in Prosa und in Versen, im Ernste und im Scherze, mit Zerrbildern, mit allen Künsten und Mitteln, die etwa zu Gebote stehen. Nur müssen wir uns hüten, die Lüge zur Dienerin der Wahrheit zu machen. Dieses nicht. Niemand gehe auch nur ein Haar breit über die Grenzen der Wahrheit hinaus; aber innerhalb derselben gilt jenes Wort des Crétinean-Joly: „Die Wahrheit ist die einzige Nächstenliebe, die der Geschichte gestattet ist.“ und man könnte hinzufügen: der religiösen und sozialen Verteidigung." ("Liberalismus ist Sünde, Kapitel XXIII)

Einige weisen nur auf ihre Kritik an Franziskus hin, und sie liegen falsch.  Aber andere beziehen sich nur auf den Konzil, und sie liegen auch falsch. Wenn man im Kampf die Arsenale des Feindes zerstören will, muss man unweigerlich gegen die Feinde kämpfen, die diese Arsenale verteidigen. In einem Krieg kämpft man. Es steht den Diplomaten nicht frei, ihre Waffen zu zeigen, denn sie suchen vor allem nach einem Frieden, der zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht nur unhaltbar, sondern auch abscheulich ist. Kriegsgeneräle sollten keine Diplomaten sein.

Hält die Pius-Bruderschaft Franziskus für einen Freund oder Feind des katholischen Glaubens? Wir sind sehr besorgt darüber, dass der Rückgang seiner Position im derzeitigen Glaubenskampf die Folge dieser mangelnden Definition sein könnte.

Unsere gegenwärtige Pflicht ist es, unerbittlich zu widerstehen, ohne vorzugeben, mit denen zusammenzuarbeiten, die die Kirche zerstören.


Pedro del Molino

Nummer DCXXXVIII (638)

Der Brief der Bischoefe

Nummer DCXXXVIII (638)



Mit Vatikan II zog der Teufel in Rom triumphierend ein
Kann Rom für treue Katholiken da wirklich noch Heimat sein?
Ein Leser fragt, unter welchen Umständen der Brief entstand, der Bischof Fellay und seine beiden Assistenten am 7. April 2012 von den drei anderen Bischöfen zugestellt wurde, welche zum damaligen Zeitpunkt der Priesterbruderschaft St. Pius X. angehörten. Der Brief rückt zwar immer ferner in die Vergangenheit, doch mögen sich manche Leser daran erinnern, dass er massgeblich dazu beigetragen hat, traditionalistische Katholiken auf den einschneidenden Kurswechsel aufmerksam zu machen, der sich in den vorhergehenden 15 Jahren klammheimlich vollzogen hatte, und den viele von ihnen nicht bemerkt hatten. Doch im März 2012 hatte das Tier sein Versteck verlassen und sich in aller Offenheit gezeigt.
In jenem Monat schrieb der Generalobere in „Cor Unum,“ der dreimal jährlich erscheinenden Zeitschrift der Bruderschaft für Priester, es sei an der Zeit, von Erzbischof Lefebvres Politik, laut der es ohne Übereinkunft über Glaubensfragen auch keine Übereinkunft über praktische Fragen geben könne, abzurücken, weil die Feindseligkeit der römischen Prälaten gegenüber der katholischen Tradition stetig abnehme und die Bruderschaft den Konzilsrömern deshalb wieder stärker vertrauen dürfe. Tatsächlich hatten seit den ersten Jahren des neuen Jahrtausends immer mehr Priester und Laien der Bruderschaft den Verdacht gehegt, dass diese auf Abwege geführt wurde. Nun bestätigte selbst der Generalobere diesen Verdacht. Diese Ausgabe von „Cor Unum“ schlug in der Bruderschaft hohe Wellen.
Bei einem Abendessen im Londoner Priorat der Bruderschaft regte der Verfasser dieser”Kommentare” an, aufgrund dieses Kurswechsels einen Protestbrief an den Generaloberen zu entwerfen, und ihn Bischof Tissier zwecks Kontrolle des Inhalts zuzustellen. Ein Priesterkollege, der ebenfalls bei Tisch sass, fragte, ob man den Brief nicht auch Bischof de Galarreta vorlegen solle, sofern er als gemeinsamer Protest gegen diese schroffe Abkehr von der Linie des Erzbischofs, der in seinen Predigten und seiner Praxis konsequent auf dem Prinzip „Doktrin zuerst“ beharrt hatte, an das Hauptquartier der Bruderschaft gesandt werden sollte. Der Kollege hatte recht, und so nahm die Idee eines gemeinsamen Briefs der drei Bischöfe Gestalt an. Nach dem Projekt befragt, empfahl Bischof Tissier, einen Entwurf des Briefs herzustellen, und als ihm dieser vorgelegt worden war, gab er enthusiastisch seine Zustimmung. Der Entwurf wurde Bischof de Galarreta unterbreitet, der ihm ebenfalls beipflichtete, den letzten Teil jedoch selbst in noch nachdrücklicherer Form umschrieb. Schliesslich unterzeichneten alle drei Bischöfe den endgültigen Text und sandten ihn in drei Exemplaren – je eines für den Generaloberen und seine beiden Assistenten – an das Hauptquartier in Menzingen.
Die Antwort traf bereits eine Woche später ein. Nicht umsonst hatte das Hauptquartier nicht nur die Richtung der Bruderschaft verändert, sondern auch dies zu vertuschen gesucht. Man glaubte dort ernsthaft, das konziliäre Rom werde katholischer, so dass die schwerwiegenden Vorbehalte des Erzbischofs gegenüber einer Zusammenarbeit mit den Neomodernisten in Rom tatsächlich überholt seien. Zu Kardinal Ratzinger hatte der Erzbischof 1988 gesagt, eine Kooperation sei unmöglich, weil die Priesterbruderschaft St. Pius X. und Rom eine diametral entgegengesetzte Position verträten – Rom wolle die Bruderschaft dechristianisieren, während diese die Gesellschaft rechristianisieren wolle. Doch anno 2012 bestand das Hauptquartier in Menzingen eisern darauf, dass sich die Lage geändert habe, so dass es nicht gegen die Linie des Erzbischofs verstosse, indem es den drei Bischöfen die kalte Schulter zeige. Doch was hätte letzterer wohl zu den Betrügereien von Papst Franziskus gesagt? Oder was hätte er nicht gesagt? Nichtsdestoweniger verwahrte sich der – mittlerweile zurückgetretene – Generalobere Bischof Fellay in einem unlängst erschienenen Buch-Interview aufs heftigste gegen jede auch noch so leise Kritik an Papst Franziskus.
So erschien Bischof Fellay im Juni 2012 mit einem Adjutanten seines Vertrauens zu einem sorgfältig vorbereiteten Treffen in Rom, um ein Abkommen mit letzterem zu besiegeln, das dem „unnötigen 37-jähirgen Zank“ schliesslich ein Ende bereiten sollte. Unnötig? Zank? Das konziliäre Rom befindet sich im Krieg mit der katholischen Tradition!
Doch wussten die Römer selbstverständlich Bescheid über den Brief der drei Bischöfe. Was brachte es ihnen eigentlich, der offiziellen Führung der Bruderschaft eine Falle zu stellen, wenn drei ihrer vier Bischöfe nicht gewillt waren, in diese Falle zu tappen? Die Tradition „drohte“ überall wieder zu erstarken. So wurde der Generalobere im Jahre 2012 mit leeren Händen aus Rom weggeschickt. Er würde diese Bischöfe bearbeiten müssen, um sie auf seine Seite zu bringen. Und er versäumte keine Zeit . . .
Kyrie eleison.

Montag, 30. September 2019

Rosenkranzzug der katholischen Treue

Das Anliegen Oktobers lautet:

"Zum Dank für die Karmeliter und Karmen, die die göttliche Vorsehung uns gibt, und damit sie die notwendige Unterstützung für ihre Räumlichkeiten erhalten."

Freitag, 27. September 2019

Bischof Morerod öffnet die Tür zur Pius-Bruderschaft durch den Ökumenismus.

Lügen in der Politik: 

Der derzeitige Präsident der Französischen Republik hat erklärt, dass "Frankreich nicht jeden willkommen heißen kann, wenn es ihn willkommen heißen will". Die Rede scheint anti-migrationistisch zu sein, ebenso wie andere Aussagen ehemaliger Präsidenten der Republik (M. Chirac), die bereits 1984 erklärten: "Das Problem ist, dass seit 1981 eine große Zahl von Einwanderern in Frankreich angekommen ist. Angesichts der wirtschaftlichen Situation gibt es zu viele davon. Also müssen sie reduziert werden", und am 19. Juni 1991 sagte er erneut: "Unser Problem sind nicht Ausländer, es ist, dass es eine Überdosis gibt." Die Reden mögen daher stark erscheinen, aber in den Handlungen geschieht nichts, außer dem Gegenteil von dem, was gesagt wird.

Aber in den Handlungen, die das Gemeinwohl des Landes leiten, gehorchen die Politiker tatsächlich den großen Finanzlobbys, von denen sie wirklich unterstützt und gewählt wurden, den Freimaurerlogen, die die gesamte Verwaltung und auch aus Willensschwäche führen, denn Sparentscheidungen erfordern oft große Opfer für Autorität und für Subjekte.

Der gleiche Geist in der heutigen religiösen Welt: 

Leider ist es derselbe Geist, den wir bei den derzeitigen Vorgesetzten der Pius-Bruderschaft finden: manchmal starke Worte des derzeitigen Generaloberen, die uns dazu bringen, an eine wahrscheinliche Rückkehr zur Normalität zu glauben. Man geht sogar so weit zu sagen, dass "die heutige Kirche auf dem Kopf geht". Pater Pagliarani entwickelt realistisch den ökumenischen und pluralistischen Geist dieser neuen Kirche, und es ist nichts falsch daran, was gesagt wird:

"Es ist eine Kirche, die nicht mehr auf einer ewigen und offenbarten Wahrheit basiert, die von oben durch die Autorität gelehrt wird. Wir haben eine Kirche vor uns, die zuhört und deshalb zwangsläufig auf Stimmen hört, die sich voneinander unterscheiden können. Um einen Vergleich zu ziehen: Es gibt in einem demokratischen System immer einen Platz für die Opposition, wenigstens dem Anschein nach. Sie ist Teil des Systems, weil sie zeigt, dass wir diskutieren, eine andere Meinung haben können, dass es Platz gibt für alle. Dies kann selbstverständlich den demokratischen Dialog fördern, aber nicht die Wiederherstellung einer absoluten und universellen Wahrheit und eines ewigen moralischen Gesetzes. Auf diese Weise kann der Irrtum frei gelehrt werden neben einer echten, aber strukturell wirkungslosen Opposition, die unfähig ist, die Wahrheiten an ihre Stelle zu setzen. Wir müssen also aus dem pluralistischen System selbst austreten, und dieses System hat eine Ursache, das Zweite Vatikanische Konzil."

Aber wenige Tage nach dieser engagierten Rede erfahren wir, dass die Pius-Bruderschaft das Recht erhalten hat, sein 50-jähriges Jubiläum in einer Diözesankirche zu feiern. Die Ermächtigung wird durch einen "ökumenischen Akt" begründet. Natürlich kommt der Begriff nicht vom FSSPX, sondern vom Freiburger Bischof, der diese Ausnahmeregelung als "ökumenischen Akt" begründet, da die FSSPX nicht in vollkommener Gemeinschaft mit Rom steht. Die FSSPX tritt daher mit diesen praktischen Mitteln in das ein, was er in der Theorie verurteilt: die Wahrheit auf gleicher (oder sogar minderwertiger) Basis mit konziliarem Fehler zu lehren. Aufgrund dieser skandalösen Tatsache akzeptiert die Pius-Bruderschaft selbstverständlich die römische Ökumene. Die Worte von Pater Pagliarani sind daher nichts mehr wert.



Warum dieser radikale Widerspruch zwischen der Rede des Generaloberen des FSSPX und den Aktionen? 

Das ist das ganze liberale Geheimnis, das auf Widersprüchen basiert ist. Die Formel des liberalen Katholiken könnte auf Folgendes reduziert werden: "Die Kirche muss sich der Zeit und den Umständen anpassen"; (in diesem Fall ist es notwendig, ein wenig einzugestehen, um eine schöne Kirche in Freiburg zu haben, um den 50. Jahrestag der Pius-Bruderschaft zu feiern). 

Im Prinzip ist es sicher, sagen die liberale Katholiken, dass die Autorität der Kirche in Fragen von Glauben und Kirchenverfassung allen Mächten der Erde überlegen ist, aber in der heutigen Zeit ist es nicht angebracht, diese Frage zu berühren, um den Geist nicht zu irritieren (um den Freiburger Bischof nicht zu irritieren und sein Spiel still zu spielen).

Auf der Grundlage dieser falschen Prinzipien haben liberale Katholiken keine Angst, sich in einen ständigen Widerspruch mit sich selbst zu begeben. Sie sagen, dass niemand zwei Herren dienen kann, aber in der Praxis tun sie es: der katholischen Kirche wird in Wort und der konziliaren Kirche in Tat gedient. 

Möge Gott uns von diesem doppelten Geist fernhalten. 


Mikaël

Sonntag, 22. September 2019

Nummer DCXXXVI (636)


21. September 2019
Nummer DCXXXVI (636)

Vor Satans Ränken, Trübsal und manch anderen Gefahren
Kann die Familie vorab der Rosenkranz bewahren.
Während sich die Welt mehr und mehr von Gott abwendet, zieht Er sich vorläufig leise zurück – Er wird kraftvoll wiederkehren, verlasst euch darauf! – aber in der Zwischenzeit verschwindet mit Ihm immer mehr auch sein göttlicher Schutz für das von ihm geschaffene Saatbeet der Menschen, die Familie. Am schwerwiegendsten ist der Verrat an der Familie durch die katholischen Prälaten, die sie dadurch schutzlos den von allen Seiten geführten Angriffen Satans ausliefern. Ganz besonders schmerzlich muss es sein, wenn der Angriff von innen erfolgt, durch geliebte Familienangehörige. Im Folgenden wird ein solcher Fall angeführt, der sicherlich typisch für viele andere in der heutigen Zeit ist. Der Familienvater schreibt:
Mit meiner Frau haben wir zehn Kinder gehabt, von denen drei mittlerweile das Erwachsenenalter erreicht haben; wir haben mehrmals schwierige Zeiten und einige Tragödien durchlebt, aber nun hat sie mir den Krieg erklärt. Vor ungefähr 18 Monaten leitete sie, mit voller Unterstützung ihres Novus-Ordo-Priesters sowie einflussreicher Freunde, rechtliche Schritte gegen mich ein, um mich aus dem Haus zu werfen und von den Kindern zu trennen. Es war alles unglaublich und furchtbar schmerzlich! Dass diese Verfolgung im wesentlichen religiöse Gründe hatte, bestätigte sich, als sie mir anbot, als getrennter Ehemann in der Wohnung zu bleiben und im Keller hausen zu dürfen, sofern ich mich in schriftlicher Form rechtlich verpflichtete, jede religiöse Erziehung meiner Kinder zu unterlassen, dafür zu sorgen, dass keiner von uns eine traditionalistische Kirche besuche und/oder mit irgendwelchen sogenannten Traditionalisten Kontakte pflege. Selbstverständlich konnte ich das nicht unterzeichnen, weshalb ihre Gruppe nun rabiat mit allerlei juristischen Kniffen gegen mich und meine Kinder vorging . . . und ich alles verlor: Frau, Heim, Kinder, Geld, Auto, Krankenversicherung und fast zur Gänze auch mein Geschäft. Da meine Kinder im Glauben stark waren, sich dem bizarren und falschen Verhalten ihrer Mama nicht beugen wollten und es vorzogen, mit ihrem Papa zusammen zu sein, mobilisierte sie ein Team von „Therapeuten,“ um die Kinder einer Gehirnwäsche zu unterziehen und wieder „normal“ zu machen, und sie liess sie in Novus-Ordo-Schulen einweisen und zwang sie, gemeinsam mit ihr die Novus-Ordo-Messe zu besuchen.
Es ist nun weit mehr als ein Jahr her, seit ich meine kleinen Kinder das letzte Mal gesehen habe. Das jüngste ist jetzt fast drei Jahre alt und der Altersabstand zwischen den restlichen jungen Kindern beträgt jeweils 18–24 Monate; das älteste ist 16 Jahre alt. Ich habe keine Möglichkeit, herauszufinden, was mit ihnen geschieht und ob sie ihren Glauben bewahren, weil es ihnen nicht erlaubt ist, andere Geistliche als die Novus-Ordo-Liberalen zu sehen oder zu hören. Den drei älteren, mittlerweile erwachsenen Kindern steht es frei, mit mir in Verbindung zu treten und so enge Kontakte mit mir zu pflegen, wie es ihnen möglich ist. Der älteste Sohn, der bereits ein Seminar besuchte und sein Philosophiestudium absolviert hatte, gab seine Studien auf, vielleicht infolge des Schocks, den der Zerfall unserer Familie bei ihm ausgelöst hatte, aber er bewahrt seinen Glauben vollumfänglich, geht fast täglich zur Messe und steht beruflich seinen Mann. Betrüblicherweise schluckte mein zweitältestes Kind die giftige Lüge, dass das College der einzige Weg in eine materiell gesicherte Zukunft ist. Das drittälteste Kind erwägt jetzt, das College zu besuchen, hat aber Gottes Willen nicht aus den Augen verloren.
Ich kann sehen, dass Gott einen Plan hat, und dass meine eigenen Fehler und Schwächen zur Auflösung unserer Familie beigetragen haben. Vor Jahren sagte mir ein traditionalistischer Priester, wir hätten eine dermassen katholische Familie, dass der Teufel uns gewiss hasste. Dies ist bestimmt ein wütender Angriff Satans, um den Glauben meiner Kinder zu zerstören und mich in Verzweiflung zu stürzen, aber mein Glaube ist weiterhin stark, und ich hoffe, dass durch diese schwere Prüfung einige, viele oder alle von uns gerettet werden. Dennoch ist mehr Schmerz als Freude in meinem Herzen. Wir waren einst ein Vorbild für andere Familien, aber jetzt werden uns Mitleid und Häme zuteil . . . und man wirft mir vor, fanatisch, geisteskrank, stur usw. zu sein. Hätte ich nicht viele Seelen gekannt, die dem wahren Glauben ergeben sind und die heutigen Übel in Kirche und Welt anprangern, hätte ich meiner Frau und ihrer Umgebung zugestimmt und mich für den leichten, bequemen weltlichen Lebensstil entschieden. Aber ich werde ab und zu schwach und frage mich, ob die Tradition nicht purer Wahnsinn sei – wie kann ein so kleiner Rest von Katholiken recht haben? Doch es gab nur zwölf Apostel, und einer davon war ein Verräter.
Eine solche Reaktion seitens einer Mutter von zehn Kindern ist nicht normal, doch was ist heutzutage schon normal? Wie kann ein Vater seine Familie nun gegen eine solche Reaktion verteidigen? Vorbeugen ist besser als heilen, lautet ein Sprichwort. Gegen welches Familienmitglied der Teufel seine Attacken auch richten mag, muss der tägliche Rosenkranz im Familienkreise die vorderste Abwehrlinie sein. Darüber hinaus gilt: „Was nicht geheilt werden kann, muss erduldet werden,“ was dieser katholische Vater begreift. Wir müssen Gott vertrauen.
Kyrie eleison.